Auf Einladung des Instituts für Tropenmedizin der Universität Tübingen mit dem Direktor Prof. Dr. Peter Gottfried Kremsner und dem Leiter des Kompetenzzentrums Dr. Dr.Carsten Köhler und auf Vermittlung des Bezirksvorsitzenden der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Klaus May besuchte die Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle eines der weltweit führenden Institute in der Malariaforschung. Mit in der Besuchergruppe war die Landtagskandidatin und Notärztin Dr. Lisa Federle aus Tübingen.
Das Kompetenzzentrum für Tropenmedizin mit seinen knapp hundert Mitarbeitern beschäftigt sich richtungsweisend in  Kombination von Lehre, Krankenversorgung und Forschung mit der Eindämmung von Infektionskranheiten insbesondere der Malaria. Dazu gehört die  Entwicklung neuer und besser wirkender Medikamente zur Behandlung von  Malaria sowie die Untersuchung noch nicht zugelassener präventiver  Impfstoffe. Eine Chance zur erstmaligen Zulassung eines Impfstoffe zum Schutze vor Malaria sieht Direktor Prof. Dr.Kremsner im Jahre 2013. Mit einer intelligenten Kombinationstherapie  der beiden schon bekannten Medikamente „Amodiaquin“ und „Artesunat“ wurde die Malariatherapie erfolgreich verbessert.
Das Tropeninstitut in Tübingen ist seit über 50 Jahren aktiv auf den Spezialgebieten Infektionskrankheiten, Tropenkrankheiten, Reisemedizin und Humanparasitologie.
Dank der „Bill and Melinda Gates Foundation“ und weiterer  Forschungsmittel unter anderem von der EU und dem Bundesforschungsministerium in Berlin sowie der Deutschen Forschungsgemeinschaft kann an vielen Forschungsschwerpunkten gearbeitet werden. Dazu gehören  AIDS, Tuberkulose und armutsbedingte Erkrankungen ebenso wie die Impf-und Allergieforschung. Eine enge Zusammenarbeit besteht weltweit mit anderen vergleichbaren  Institutionen sowie in Tübingen selbst mit der biologischen Fakultät. Dr.Dr. Carsten Köhler, Arzt und Biologe, beschrieb die Verknüpfung der Aufgaben. Er leitet neben dem Kompetenzzentrum auch eine Nachwuchsgruppe am Institut zur Erforschung armutsbedingter vernachlässigter Erkrankungen. Drei solche Gruppen werden seit Herbst letzten Jahres vom Bundesforschungsministerium gefördert.
Zusätzlich zu seiner Arbeit in Tübingen leitet Professor Kremsner das Forschungslabor des Albert Schweitzer Hospitals in Lambarene, Gabun. Dank der Unterstützung durch über hundert Mitarbeiter dort wurden in den letzten Jahren viele Studien durchgeführt, die auch in internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht wurden. Professor Kremsner wurde im Jahr 2010 für seine langjährige Forschungstätigkeit in Gabun der Staatspreis „Grand Prix de CENAREST“ verliehen.
Mit großem Interesse ließ sich die Europaabgeordnete Elisabeth Jeggle informieren und sie beteiligte sich mit
Sachkenntnis an den Gesprächen über die Zukunftsaussichten von Forschung und Lehre bei uns. Dabei wurde seitens der Institutsvertreter unter anderem auch dringend um weniger bürokratische Vorschriften, zum Beispiel bei der Antragsstellung von Fördermitteln, gebeten.

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