Regionale Sozial- und Beschäftigungspolitik muss da gemacht werden, wo die Hilfe gebraucht wird. Und das ist vor Ort, auf Kommunal- und Landkreisebene.

Seit 2005 gibt es die Möglichkeit, dass Landkreise als sogenannte Optionskommunen arbeiten. Was verbirgt sich dahinter? Kurz und knapp geschildert: Im Optionsmodell besitzt ein Landkreis die Trägerschaft für die Leistungen für Arbeitssuchende, dass heißt, der Kreis zahlt beispielsweise das Arbeitslosengeld aus. Der Landkreis wird damit der alleinige Ansprechpartner für Arbeitslose. Er ist nicht nur für die Auszahlung der Leistungen verantwortlich, sondern genauso für die Maßnahmen zur Qualifizierung von Arbeitslosen. Er übernimmt damit die Funktion der Bundesagentur für Arbeit. Und dies ist auch richtig so.

Unser Landkreise organisiert und strukturiert, weil wir näher dran sind: Wir als Landkreis sind flexibel und können auf unsere Gegebenheiten am Arbeitsmarkt kurzfristig reagieren und schnell handeln. Wir müssen nicht erst in einer fernen Hauptstelle nachfragen, ob und wie man auf Veränderungen hier im Landkreis Tübingen kurzfristig reagieren kann und soll. Unsere engagierten, lokal verwurzelten Landkreis-Mitarbeiter haben einen deutlich engeren Kontakt zu den Arbeitgebern in unserer Region – und dies nicht nur durch die Gewerbeaufsicht und die Wirtschaftsförderung. Sie kennen die Probleme vor Ort und wissen, wie man auf diese reagieren kann. Und selbstverständlich können wir genauso überregional vermitteln und auf den Datenbestand der Bundesagentur für Arbeit zurückgreifen wie diese selbst.

Deshalb hat die CDU-Kreistagsfraktion bereits vor zwei Jahren den Antrag gestellt, das der Landkreis Tübingen sobald wie möglich Optionskommune wird.

Ziel unserer Anstrengungen und des Antrags der CDU ist, dass Arbeitslose in Tübingen optimal betreut werden und nicht nur eine Nummer im System sind. Selbstverständlich bedeutet dies, dass wir als Landkreis zusätzliche Anstrengungen unternehmen müssen. Diese wollen wir jedoch für eine bessere Vermittlung stemmen. Wir möchten das Potenzial vor Ort ausschöpfen. Dies gelingt auch, weil die Bundesregierung erst vor wenigen Tagen das Bildungs- und Teilhabepaket für Kinder auf die Bahn gebracht hat.

Wir wollen unsere soziale Verantwortung für den Landkreis Tübingen direkt wahrnehmen. Regionale Sozial- und Beschäftigungspolitik muss kommunal, muss durch unseren Landkreis direkt gestaltet werden. Und dieses gelingt durch die direkte Steuerung der Arbeitspolitik vor Ort. Dafür steht die CDU!

 

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